Mittwoch, den 24. Mai 2017

Heidelberger Geographische Gesellschaft e.V.

Montag, 02. Mai 2016, 19:00 Uhr
Prof. Dr Alexander Zipf (Universität Heidelberg)

Nutzergenerierte Geodaten für das Katastrophenmanagement
Zur Rolle weltweiter Communities von Freiwilligen für die Erzeugung von Geoinformation für humanitäre Hilfsaktionen

Aktuelle und reichhaltige Geodaten sind für die Planung und Durchführung von humanitären Hilfsmaßnahmen im Kontext von Krisen und Katastrophen von essentieller Bedeutung. Nicht nur in Entwicklungsländern ist es nicht leicht ausreichend schnell alle benötigten Informationen zum Stand und Verlauf der Katastrophe und der betroffenen Infrastruktur und Bevölkerung zu erhalten. Neben den etablierten Datenquellen von professionellen Organisationen gewinnen in den letzten Jahren alternative Optionen an Bedeutung. Dabei handelt es sich um von Freiwilligen v.a. über das Internet beigesteuerte Informationen unterschiedlichen Typs. Beispiele umfassen Crisis Mapping (z.B. auf Basis von OpenStreetMap), aber auch die Informationsextraktion aus sozialen Medien. Im Vortrag werden diese charakterisiert und ihre Nutzung zur Erzeugung von im Katastrophenmanagement nutzbare Karten diskutiert. Die sich ergebenden Forschungsfragen zur Nutzbarmachung und Qualitätsbewertung dieser so gewonnenen Geoinformationen werden vorgestellt und Beispiele für Lösungsansätze für diese aufgezeigt.


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