Sonntag, den 24. September 2017

Heidelberger Geographische Gesellschaft e.V.

Prof. Dr. Lothar Schrott

Die Andenkordillere: Nutzungs- und Gefahrenpotenziale zwischen Wüsten und Gletschern

Die Andenkordillere des südamerikanischen Subkontinents erstreckt sich über 40 Breitengrade vom äußersten Norden Venezuelas bis zum Südzipfel von Chile und Argentinien. Dies bedingt einen einzigartigen planetarischen und hypsometrischen Formenwandel. Eisfreie Vulkane wie der 6723 m hohe Llullailaco im Norden Chiles stehen stark vergletscherten Gebirgsregionen der Cordillera Blanca in Peru oder am Aconcagua in Argentinien gegenüber. Wüstenregionen im Norden Perus wechseln mit fruchtbaren Abschnitten in den tropischen und subtropischen Anden Ecuadors und Kolumbiens. Zahlreiche Naturgefahren wie Erdbeben, Vulkaneruptionen, Gletscherseeausbrüche oder gewaltige Hangrutschungen und Bergstürze konzentrieren sich auf diesen Gebirgsraum. Anhand von Fallbeispielen wird das Gefahren- und Nutzungspotential der Andenkordillere dokumentiert und es werden die Hintergründe solcher Naturgefahren analysiert.


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