Montag, den 27. Februar 2017

Heidelberger Geographische Gesellschaft e.V.

Montag, 14. November 2016, 19:00 Uhr
Prof. Dr. Johannes Glückler & Regina Lenz (Universität Heidelberg)

Institutioneller Wandel im Kontext europäischer Familienunternehmen (am Beispiel von Baden-Württemberg und dem spanischen Baskenland)

Europa ist geprägt durch Familienunternehmen: sie sind für 70% des BIP und 60% der Arbeitskraft verantwortlich und sind damit eine wichtige Stütze für die europäische Wirtschaft und Gesellschaft. Ziel jedes Familienunternehmers ist es, das Unternehmen in die nächste Generation weiterzugeben. Der beste Weg hierfür stellt die Unternehmensnachfolge dar, der Übertrag von Management und Eigentum an einen Nachfolger. Da die Firmen jedoch stark durch den jeweiligen Eigentümer-Manager geprägt sind, stellt die Nachfolge auch eine Situation des Umbruchs dar – der Nachfolger muss einen passenden Weg zwischen Anpassung und Veränderung finden, um das Unternehmen einerseits an gegenwärtige Bedingungen anzupassen ohne jedoch die etablierten und erwarteten Geschäftspraktiken von Mitarbeitern, Kunden und Zulieferern zu verletzen. Solche Praktiken, die auf legitimen gegenseitigen Erwartungen beruhen, nennt man soziale Institutionen. Sie entscheiden darüber, ob wir uns in verschiedenen Kontexten und Situationen des Alltags angemessen verhalten. Im konkreten Fall der Unternehmensübergabe stellt dies den Nachfolger vor die Wahl, sich an bestehende Praktiken anzupassen oder neue einzuführen ohne jedoch die etablierten Erwartungen von Mitarbeitern, Kunden und Zulieferern zu verletzen. Durch den Einsatz eines Erklärvideos als neue Vermittlungsmethode verfolgt der Vortrag das Ziel, das Konzept institutionellen Wandels am Beispiel der Unternehmensnachfolge zu vermitteln.


R. Lenz
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