Dienstag, den 28. März 2017

Heidelberger Geographische Gesellschaft e.V.

Montag, 16. Januar 2017, 19:00 Uhr
Prof. Dr. Hans Gebhardt (Universität Heidelberg)

Das territoriale Projekt Europa auf dem Prüfstand

In der Diskussion um Europa spielten Grenzen, sei es des Kontinents oder der Europäischen Gemeinschaft etc., immer eine zentrale Rolle. Der früheren kontinentalen Perspektive eines Michail Gorbatschow – „vom Kanal bis zum Aral“ - stehen aktuell Bestrebungen gegenüber, wieder Binnengrenzen und verschärfte Grenzregime im Kontext der Flüchtlingsströme aus dem Vorderen Orient und Nordafrika einzuführen. In den Worten des früheren amerikanischen Außenministers Rumsfeld vom „alten“ und „neuen Europa“ spiegeln sich die unterschiedlichen Entwicklungspfade der europäischen Staatenwelt, die sich aktuell in sehr unterschiedlichen Diskursen zur Zukunft der Gemeinschaft äußern. Im ersten Teil des Vortrags werden unterschiedliche Raumkonstruktionen von Europa und ihre geopolitischen Folgen vorgestellt, im zweiten Teil hingegen geht es um die Zukunft des „alten“ Kontinents in einer „neuen Welt“ veränderter Wirtschaftsmacht, veränderter Bevölkerungswanderungen und außenpolitischer Beziehungen, es geht um die weltpolitische „Normalisierung“ oder auch „Provinzialisierung“ Europas im Konzert der Weltmächte.


Prof. Dr. Hans Gebhardt
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